Was geschah 1971 mit der Goldbindung des Dollars?
Richtige Antwort
Antwort A: Die USA setzten die Einlösung von Dollarreserven ausländischer Währungsbehörden in Gold aus.
Ausführlich erklärt
Im Bretton-Woods-System waren viele Währungen an den US-Dollar gebunden. Die USA hielten einen offiziellen Goldpreis von 35 Dollar je Feinunze aufrecht und versprachen ausländischen Währungsbehörden, ihre Dollarreserven unter den Regeln des Systems in Gold umzutauschen.
Am 15. August 1971 setzte Präsident Richard Nixon diese Konvertibilität aus. Dieser Schritt wird häufig als Schließung des 'Goldfensters' bezeichnet. Privatpersonen hatten zuvor kein allgemeines Recht, jede Dollarnote bei ihrer Hausbank zu diesem Kurs in Gold einzulösen.
1971 war ein entscheidender Einschnitt, aber nicht die sofortige Einführung aller heutigen Geldordnungen. Versuche, feste Wechselkurse in veränderter Form zu erhalten, liefen noch weiter. Erst 1973 gingen wichtige Währungen zu flexibleren Wechselkursen über.
Auch Fiatgeld gab es schon lange vor 1971. Die Bedeutung des Jahres liegt darin, dass die zentrale internationale Goldbindung des Dollars unterbrochen wurde. Damit entfiel ein äußerer Rücktauschmechanismus und die Verantwortung für Stabilität verlagerte sich stärker auf Geldpolitik, Institutionen und Marktvertrauen.
Merksatz
1971 endete die offizielle Dollar-Gold-Konvertibilität, nicht die gesamte Geldgeschichte.
Typischer Irrtum
Viele glauben, 1971 hätten alle Währungen sofort frei geschwankt oder Fiatgeld sei erst damals entstanden. Der konkrete Schritt im August 1971 ist von den späteren Entwicklungen zu unterscheiden.
Was die Quellen belegen
Die Federal-Reserve-Quelle dokumentiert das Ende der Dollar-Gold-Konvertibilität 1971. BIP 42 dokumentiert Bitcoins fest begrenzten Ausgabeplan. Der Vergleich zeigt unterschiedliche monetäre Regeln; er belegt nicht, dass das Ereignis von 1971 Bitcoin verursacht hat.


